Inhouse-Partnerprogramme aus der Sicht eines Affiliates
Alles über Inhouse-Partnerprogramme und die beste Alternative
Erfahre, was Inhouse-Partnerprogramme im Affiliate-Marketing sind, welche Vor- und Nachteile sie haben und welche bessere Alternative es für Affiliates gibt.
Im Affiliate-Marketing unterscheidet man zwischen Inhouse-Partnerprogrammen und Plattformen, die eine große Anzahl von Partnerprogrammen verwalten, auch Affiliate-Netzwerke genannt. Wann man, zu welcher Option greifen muss, erfährst du in diesem Artikel.
In diesem Artikel erfährst du nicht nur, was Inhouse-Partnerprogramme sind und mit welchen Risiken sie verbunden sind und welche Stärken sie haben, sondern welche Alternative es gibt, die nicht nur viele der Risiken eliminiert, sondern auch entscheidende Vorteile bietet.
Was sind Inhouse-Partnerprogramme?
Unter Inhouse-Partnerprogrammen versteht man hauseigene Partnerprogramme. Meistens betreibt ein Anbieter einen Online-Shop oder bietet Produkte auf einer Website an und installiert für den Shop oder die Website ein eigenes Partnerprogramm – das bezeichnet man als ein Inhouse-Partnerprogramm.
Der Produktanbieter ist zu 100 % zuständig für das Partnerprogramm und muss auch selbst die Partner auszahlen. Sofort fällt auf: der Anbieter schafft sich mit einem eigenen Partnerprogramm eine eigene Spielwiese – das ist mit großen Risiken für den Affiliate verbunden, wie wir gleich erfahren werden.
Betrug bei Inhouse-Partnerprogrammen
Da ein Anbieter gleichzeitig der Betreiber seines eigenen Partnerprogramms ist, hat dieser die komplette Kontrolle über das System. Dieser kann im Grunde alle Spielereien machen, die man sich nur ausdenken kann:
- Affiliates sperren und löschen, die kurz vor der Auszahlung sind, um sich dadurch effektiv vor Auszahlungen zu drücken.
- Gültige Provisionen stornieren und eine Begründung ausdenken, die der Affiliate nicht nachvollziehen kann, zum Beispiel: „Ausgefallene Zahlung“, oder: „Widerruf“ etc.
- Provisionen löschen, noch bevor der Affiliate überhaupt bemerkt, dass sie existieren.
- Die Provisionshöhe nach eigenem Ermessen senken, ohne die Affiliates darüber in Kenntnis zu setzen, was für einen Affiliate schlecht enden kann, wenn dieser Geld für die Vermarktung des Affiliate-Produkts ausgibt.
- Das Partnerprogramm jederzeit schließen und alle Einnahmen der Affiliates einfach einbehalten, mit der Begründung, nicht zahlungsfähig zu sein.
Zum Glück habe ich nur sehr wenige dermaßen dreiste Inhouse-Partnerprogramme gesehen. Die meisten Anbieter, die ein eigenes Partnerprogramm betreiben, arbeiten transparent und hintergehen ihre Affiliates nicht, denn sie wissen, dass die Affiliates in jedem Fall zu mehr Geschäft verhelfen.
Die meisten Inhouse-Partnerprogramme, mit denen ich gearbeitet habe und noch heute arbeite, haben nicht versucht, mich zu betrügen und zahlen in der Regel meine verdienten Provisionen schnell aus – aber es gibt sie, die schwarzen Schafe, früher oder später wird man mit ihnen eine Bekanntschaft machen.
Vorteile bei Inhouse-Partnerprogrammen
Inhouse-Partnerprogramme bieten uns Affiliates einige Vorteile, die ich im nachfolgenden einmal aufzählen möchte:
- Exklusivität – viele Inhouse-Partnerprogramme sind exklusiv. Für manche solche Partnerprogramme muss man sich sogar zuerst bewerben. Dadurch hat man den Vorteil, dass man deutlich weniger Konkurrenz als Affiliate hat.
- Höhere Provisionen – da der Anbieter Gebühren spart, die bei Affiliate-Netzwerken nicht selten 25 % und höher sind, kann der Anbieter dem Affiliate mehr Geld von jedem Abschluss als Provision geben.
- Guter Affiliate-Support – die meisten Inhouse-Partnerprogramme, die ich kenne, haben einen guten Affiliate-Support. Sie haben meist einen oder mehrere Mitarbeiter – manchmal sogar eine ganze Abteilung mit Mitarbeitern, die den Affiliate-Support übernehmen und diesen Job sehr zufriedenstellend erledigen.
Nachteile bei Inhouse-Partnerprogrammen
Schauen wir uns aber auch die Nachteile bei Inhouse-Partnerprogrammen an, diese sollte man als Affiliate ebenfalls berücksichtigen:
- Probleme mit Transparenz – Inhouse-Partnerprogramme bieten einem Anbieter viele Möglichkeiten, den Affiliate zu umgehen oder diesen glatt zu betrügen. Man muss ein Inhouse-Partnerprogramm deshalb sehr genau im Auge behalten.
- Keine Garantie für Nachhaltigkeit – Inhouse-Partnerprogramme betreiben oft kleine Anbieter. Dabei sollte man bedenken, dass der Anbieter jederzeit vom Markt gehen kann. In diesem Fall können nicht nur alle Provisionen vom Anbieter einbehalten werden, sondern man verliert zudem auch eine Einnahmequelle.
- Unzuverlässige Technik – es kommt sehr häufig vor, dass Anbieter zu billigen Scripten oder Software greifen, um ein eigenes Partnerprogramm zu betreiben. Dadurch treten sehr häufig technische Probleme auf und nicht selten werden Abschlüsse nicht erfasst (Tracking) und man verliert Provisionen.
Die beste Alternative: Affiliate-Netzwerke
Ich nutze Inhouse-Partnerprogramme, vor allem, wenn ich mit ihnen exklusive Produkte bewerben kann. Jedoch, immer wenn möglich, versuche ich Partnerprogramme in großen Affiliate-Netzwerken zu finden. Affiliate-Netzwerke stellen die beste Alternative zu Inhouse-Partnerprogrammen dar.
Affiliate-Netzwerke bieten zudem mehr Sicherheit gegen Betrug seitens eines Partnerprogramm-Betreibers – alleine das ist bereits ein sehr guter Grund, Affiliate-Netzwerke zu nutzen. Affiliate-Netzwerke riskieren ihren guten Ruf, wenn sie unseriöse Partnerprogramme nicht aus dem Angebot nehmen oder diese gar unterstützen.
Bei einem Affiliate-Netzwerk kann man nach der Registrierung mit unzähligen Partnerprogrammen arbeiten. In den meisten Fällen muss man sich zu jedem Partnerprogramm jedoch einzeln bewerben – der größte Vorteil ist, dass man sich nur einmal bei einem Netzwerk registrieren muss und daraufhin hunderte Partnerprogramme zum Vermarkten hat.
Die besten Vorteile von Affiliate-Netzwerken
Mir fallen zu Affiliate-Netzwerken die folgenden Vorteile ein, die Inhouse-Partnerprogramme locker in den Schatten stellen:
- Unzählige Partnerprogramme – mit nur einer Registrierung kann man mit unzähligen Partnerprogrammen arbeiten und muss dadurch natürlich sich nicht bei hunderten Partnerprogrammen einzeln registrieren.
- Ein einziges Auszahlungskonto – bei Affiliate-Netzwerken fließen alle Einnahmen in einen Topf. Auf diese Weise erreicht man viel schneller die Auszahlungsgrenze und bekommt eine große Auszahlung statt viele kleine von verschiedenen Partnerprogrammen.
- Aktuelle Technologien – Affiliate-Netzwerke verwenden immer die neusten Technologien, dadurch wird das Risiko minimiert, dass einem eine Provision wegen eines technischen Fehlers entgeht.
- Auszahlungs-Sicherheit – Affiliate-Netzwerke stellen in der Regel sicher, dass der Betreiber genügend finanzielle Mittel hat, um die Affiliates auszahlen zu können. Das Geld muss meistens im Voraus an das Netzwerk überwiesen werden.
Fazit
Auch wenn ich sicherlich ein Fan von Inhouse-Partnerprogrammen bin, weil diese oft exklusiv sind und ich Produkte empfehlen kann, die kaum ein anderer Affiliate bewirbt, haben solche Partnerprogramme oft ein Problem mit Transparenz, Vertrauen und werden häufig mit Betrug in Verbindung gebracht.
Findet man ein gutes Inhouse-Partnerprogramm womit man arbeiten möchte, so bleibt einem nichts anderes übrig, als das Risiko in Kauf zu nehmen und einfach zu testen, wie seriös das Partnerprogramm und vor allem der Betreiber dahinter ist. Meistens wird man nicht enttäuscht und es entsteht für beide Seiten langfristig eine lukrative Partnerschaft.
Sollte man einmal auf einen unseriösen Anbieter treffen, beendet man einfach sofort die Zusammenarbeit und veröffentlicht am besten im Internet auf einer entsprechenden Webseite ein negatives Feedback zum Anbieter, um andere Affiliates vom Partnerprogramm zu warnen.
Alles in einem bieten uns Inhouse-Partnerprogramme viele Möglichkeiten zum Aufbauen von zusätzlichen Einnahmequellen. Nicht selten sind die damit verbundenen Produkte exklusiv und man hat oft wenig Konkurrenz und gleichzeitig viel Spielraum, um interessante Werbekampagnen zu erstellen.

Mein Name ist Vitali Lutz und ich arbeite seit 2007 als selbständiger Affiliate- und Online-Marketer und Blogger. Den Großteil meines Internet-Einkommens generiere ich über Affiliate- und Nischen-Websites. Auf AffiliateProfit.de veröffentliche ich hauptsächlich Artikel für Affiliate- und Website-Marketer.